Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Vertreter des RPS, des Schulamtes, der Schulen, verehrte Kolleginnen und Kollegen, verehrte MA der Stadt, sehr geehrte Eltern, Elternvertreter, meine Damen und Herren hier in der Jahnhalle und die Zuschauer am Livestream,

Erhalt oder Abriss des MiGy, was für eine Entscheidung wird dem Gemeinderat hier abgerungen?

Wir von der Neuen Fraktion im GR Geislingen werden, wann immer es eine Möglichkeit gibt, die auch nur im Ansatz darstellbar ist, dem Erhalt des MiGy`s zustimmen.

Wir glauben, weder in der Verwaltung, noch im Gemeinderat, hat irgendjemand Interesse daran, das MiGy bei allen bisherigen Kosten und Anstrengungen einfach dem Erdboden gleich zu machen. Weit gefehlt.

Doch leider ist dies, wie vielfach gewünscht, nicht ganz so einfach. Wohl können wir für die Sanierung der Sanierung stimmen, oder gar einen Neubau oder, oder, sein, doch leider sind wir nicht alleine „Herr des Verfahrens“, denn die übergeordnete Stelle, das RPS, wird sehr wohl feststellen müssen, dass, egal welche Variante wir hier gemeinsam mit der Verwaltung beschließen würden, dem aus der finanziellen Situation der Stadt, nicht zugestimmt werden kann.

Es liegt also nicht am Wollen der Verwaltung oder des GR der Stadt Geislingen, sondern schlicht weg am nicht Können. Und das sind halt nun mal zwei Paar Stiefel.

In unserer Situation wäre es tatsächlich mehr als Wünschenswert von Seiten der Umlandgemeinden ein eindeutiges Signal der Unterstützung zu bekommen. Ein Zeichen der Solidarität, wie „jawohl Geislingen“, wir helfen, wir unterstützen. Denn eines muss doch klar sein, es geht um die Schülerinnen und Schüler der Umlandgemeinden und nicht um die der Stadt Geislingen. Selbstverständlich kann zu diesem Zeitpunkt nicht die Höhe und die Art der Beteiligung zugesagt werden aber doch zumindest ein positives Zeichen. Die Gemeinde Kuchen mit ihrem BM und dem Gemeinderat hat es wohl verstanden!

Auch von Seiten des Landes wäre ein eindeutiges Signal der Unterstützung hilfreich im Entscheidungsprozess, doch auch hier sind nur wachsweiche Bekenntnisse die nicht wirklich hilfreich sind.

Und nun, heute, stehen wir fast vor der gleichen Situation, wie vor einem halben oder gar einem Jahr. Außer, dass sich fachkundige Eltern zusammengeschlossen haben, um nach einer finanziell tragbaren Lösung zu suchen. In stunden- ja tagelanger Arbeit haben sie versucht bestmögliche Lösungsansätze zu finden und darzustellen. Für dieses überaus großartige Engagement, auch wenn sicherlich nicht alle Bereiche in der Tiefe bearbeitet werden konnten, sei ihnen allen von unserer Fraktion gedankt. Wir wissen dies zu schätzen.

Jedoch können auch die fachkundigen Eltern zum aktuellen Stand ihrer hervorragenden Arbeit keine verlässlichen Zahlen nennen und wenn sie es ernsthaft betrachten, werden die Kosten für eine Sanierung der Sanierung eher in Richtung 20 Mio. als in Richtung 10 Mio. tendieren. Denn auch sie können zum jetzigen Zeitpunkt die Zahlen nur grob schätzen.

Egal wie man es nimmt, alles sind derzeit nur sogenannte Kostenschätzungen, die sowohl nach oben als auch nach unten abweichen können. Die einen schätzen die Zahlen nach oben und bauen wahrscheinlich Sicherheiten mit ein, wie z. B. Biregio, die anderen eher nach unten, wie die fachkundigen Eltern und keiner weiß wirklich, wie hoch die Kosten sind. Genauere Zahlen kann nur eine sogenannte Kostenberechnung ergeben.

Damit letztlich mit einigermaßen verlässlichen Zahlen gearbeitet werden kann, braucht es eine gutachterliche Aufnahme des aktuellen Standes, eine konkrete Kostenberechnung.

Um das zu erreichen steht ein Betrag von rd. einer dreiviertel Mio. im Raum. Ein Betrag dem wir als GR wohl zustimmen müssen, um sowohl den Eltern, den Schülern, der Lehrerschaft, den Umlandgemeinden und dem Land zu zeigen, wie wichtig uns der Erhalt ist. Doch eine dreiviertel Mio. zu setzen, bei der Finanzlage der Stadt, das gleicht schon fast einem Abenteuer, wenn ich dann noch davon ausgehe, dass das Ergebnis wieder bei ca. 20 Mio. liegen wird und sich am Ende des Tages wieder herausstellt, NEIN daran können und wollen wir uns nicht beteiligen, haben wir einfach nur an Erfahrung gewonnen und sehr viel Geld investiert.

Aber wenn es der Sache hilft, und das Umland sich mit der festen Zusage der Beteiligung durch eine belastbare Kostenermittlung positioniert und wir so zu einem abschließend guten Ergebnis kommen, werden wir von der dNF dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zustimmen und quasi den „roten Teppich“ ausrollen, in der Hoffnung mit der Unterstützung durch Land und Umland die Sanierung der Sanierung auf den Weg zu bringen und dadurch für alle das MiGy zu erhalten. Jedoch mit nur einer Zusage aus Kuchen brauchen wir erst gar nicht zu starten.

Die dNF geht fest davon aus, dass zumindest bei nennenswerten Teilzusagen durch das Umland, auch das RPS einer 2. Sanierung zur Realisierung verhilft.

Bitte nicht vergessen, den Geislinger Schülerinnen und Schüler reicht die bestehende Schullandschaft. Somit liegt es auch in der Hand des Umlandes, wir würden uns über die Solidarität freuen und ebenso über ein partnerschaftliches Miteinander in diesem schwierigen Thema.

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